Ladysitter-Premierenaufführung wird zum Tatort! | Alles nur Theater e.V.
  • Ladysitter-Premierenaufführung wird zum Tatort!

    AnT-Ladysitter-Grp-PierachEs geht um Bankraub, Eifersucht und um einen Unfall mit Folgen….
    Zimperlich durfte man daher nicht sein, wenn man die neueste Theateraufführung von Alles nur Theater e. V. Habichtswald (AnT) am Wochenende in der Mehrzweckhalle Dörnberg genießen wollte. So wurde der Dreiakter „Ladysitter“ aus der Feder von Bernd Spehling für alle zu einem Krimi, weil nicht abzusehen war, ob die Erwartungen der Zuschauer aber auch die der Darsteller und der restlichen „Ladysitter-Crew“ erfüllt werden würden.Es war eine Premiere in vielerlei Hinsicht. Das erste Mal spielt AnT eine Komödie außerhalb ihrer Stammbühne, der Bergbühne Burghasungen, es gab eine Ur-Aufführung des „Ladysitter-Songs“ und gleich 3 neue Darstellerinnen sind im Rahmen des Theatervereins auf der Bühne zu sehen. Marie-Luise Tripp, Petra Warnecke und Marie Höreth haben zwar bereits Bühnenerfahrung, waren für AnT jedoch das erste Mal dabei. Die Vorbereitungen rund um den „Tatort“, der Junggesellenbude von Maximilian Bogner, haben sich gelohnt. Mit Lachsalven kurierte das Publikum das Lampenfieber der Darsteller und das Stück nahm immer mehr Fahrt auf.

    Ausverkaufte Premiere

    Der Vorverkauf der Karten lief so gut an, dass die Ladysitter-Premiere vor ausverkauftem Haus stattfand und nur noch wenige Restkarten an der Abendkasse erhältlich waren. Unter der Regie von Jens Lessing hatte sich AnT mit viel Engagement an eine Komödie herangewagt, in der vom einfältigen Hausmeister Winfried (Gerrit Müllner) über den geläuterten Ex-Ganoven Archie (Thomas Wolter) bis hin zum begehrten Nochjunggesellen Maximilian (Jens Lessing) die verschiedensten männlichen Charaktere zu finden waren, die eines gemeinsam hatten: die Probleme mit den Erkenntnissen und Begehrlichkeiten des weiblichen Geschlechts.

    Dem gegenüber sorgt eine illustre Zusammenstellung von Ladys für Turbulenzen. Diese gaben sich in der Wohnung des Nochjunggesellen zum Vergnügen der Zuschauer förmlich die Klinke in die Hand. Da schlüpfte Petra Warnecke in die Rolle der mannstollen Charlotte, und Marie-Lusie Tripp griff als Frisörin zur Schere. Als die von Liebeskummer geplagte Betty musste Ayse Kurtören-Graf mächtig auf die Tränendrüse drücken, was jedoch Maxminilians Zukünftige Maja, gespielt von Katharina Girke, ziemlich kalt lässt. Die Stutenbissigkeit unter allen Mädels rund um das Männerangebot in der Junggesellenbude war nicht zu übersehen und herrlich unterhaltsam.

    Bankräuber Archie stiehlt nicht nur die Frauenherzen

    Dass ein Rotkäppchen, ein Gartenzwerg und ein Weihnachtsmann ins Geschehen eingreifen, sorgte noch für zusätzliche weibliche Begehrlichkeiten. Und dann ist noch die Olsenbank ganz in der Nähe. Kein Wunder, dass ein passionierter Bankräuber nach dem ganzen „Ladysitter-Streß“ wieder an alte Zeiten anknüpfen will und schon einen neuen Überfall plant. Also Achtung! Der ehemalige Bankräuber Archie ist möglicherweise bald nicht mehr nur als „Ladysitter“ aktiv.

    Hinter den Schauspielern stand ein nimmermüdes Organisationsteam, das mit Technik, Bühnenbau, Werbung, Catering engagiert für einen gelungenen Theaterabend sorgte.

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